Handdesinfektionsmittel aus eigener Produktion


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Derzeit ist es wegen der Corona-Krise für pflegende Angehörige sehr schwer an notwendige Pflegehilfsmittel, insbesondere Desinfektionsmittel für die Handdesinfektion zu kommen. Die WHO hat ein Rezept für die Eigenproduktion veröffentlicht. Nachzulesen ist das z.B. in der Stuttgarter Zeitung, die das Rezept hier für 1 Liter umgerechnet hat. Alternativ dazu bleibt auch noch der Gang in eine Apotheke, die aus den Substanzen Desinfektionsmittel selbst herstellen kann.

Desinfektionsmittel

Handesinfektion aus der Apotheke

Einige – aber nicht alle – Apotheken verfügen selbst über die Möglichkeit ein Handdesinfektionsmittel aus Eigenproduktion herzustellen. Die Preise variieren hier sehr stark, ich habe in einer Würzburger Apotheke z.B. ca. 8 Euro für 100ml bezahlt und in einer zweiten Apotheke nur 10 Euro für 250ml. Es ist empfehlenswert die Flaschen aufzuheben und zum Wiederbefüllen mitzunehmen. Zeitweise sind nicht nur die Rohstoffe aus, sonder auch die Flaschen.

Das WHO-Rezept für Handdesinfektionsmittel

Die WHO hat zwei Rezepte zur Handdesinfektion veröffentlicht, die sich sehr ähnlich sind.

  • Ethanol 96 %: 830 ml
  • Wasserstoffperoxid 3 %: 45 ml
  • Glycerin 98 %: 15 ml
  • Abgekochtes Wasser: 110 ml

oder

 

  • Isopropylalkohol 99,8 %: 750 ml
  • Wasserstoffperoxid 3%: 45 ml (optional)
  • Glycerin 98 %: 15 ml
  • Abgekochtes Wasser: 190 ml

 

Das Wasserstoffperoxid ist nicht unbedingt notwendig, es dient der Abtötung von bakteriellen Sporen in den Flaschen. Das Glycerin soll die Austrocknung der Haut vermindern.


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Über Jochen Radau

Als Sozialpädagoge befasse ich mich bereits seit dem Jahr 2004 durch meine Tätigkeit in einer MS-Beratungsstelle für Angehörige und MS-Betroffene auch mit Fragen rund um die Pflegeversicherung und die Pflegeeinstufung. Auf pflegegeld-info.de habe ich die wichtigsten Fakten zur Pflegeversicherung zum Nachlesen zusammengefasst.