Keine Pflegegelderhöhung mehr in 2021?

Die letzte Pflegegelderhöhung gab es in Deuschland zuletzt im Jahr 2017 mit dem ersten Pflegestärkungsgesetz. Seitdem sind die Beträge für das Pflegegeld und die weiteren Leistungen der Pflegeversicherung stabil. Doch das Sozialgesetzbuch SGB XI ermöglicht eine Erhöhung des Pflegegeldes für das Jahr 2021. Eine Veränderung der Leistungen der Pflegeversicherung und damit eine Pflegegelderhöhung ist möglich.

(Aktualisierung) Im November 2020 wurde ein Eckpunktepapier des Gesundheitsministeriums zur Pflegereform 2021 bekannt. Die Verbraucherzentrale, der Tagesspiegel und weitere Internetportale berichteten darüber. Nachfolgend sind die geplanten Verbesserungen in der häuslichen Pflege beschrieben.

Mitte März 2021 berichteten mehrere Internetportale, darunter auch der AOK-Verlag, dass bislang nur ein Arbeitsentwurf des Bundesgesundheitsministeriums existiert. An einem Referentenentwurf zur Pflegereform wird noch gearbeitet.

Im Mai und Juni nahm die Bundesregierung die Pläne einer Verbesserung der Leistungen zurück und konzentrierte sich dann auf das GVWG, ein Pflegereformgesetz ohne Pflegegelderhöhung.

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Kohlmeise am Futterhaus

Mehr Lebensqualität durch Tierbeobachtung

Dass die Beobachtung von wilden in Deutschland lebenden Tieren den Alltag von pflegebedürftigen Menschen bereichern kann wurde mir vor einigen Jahren bei einem Besuch eines älteren Ehepaares bei ihnen zu Hause das erste Mal bewusst. Das Ehepaar lebte alleine in einem Haus auf dem Land und der Ehemann pflegte seine schwer betroffene und auf einen großen Elektrorollstuhl angewiesene Frau. Im Gespräch erzählte mir der Mann, dass die beiden gerne am Fenster sitzen und dabei den Vögeln zuschauen, die an das Futterhäuschen kommen würden. Beide lächelten bei der Geschichte und freuten sich sichtbar über die Erinnerungen daran. Das Futterhäuschen stand gerade nur wenige Meter entfernt vom Fenster und man hatte wirklich einen guten Blick darauf.

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Pfronten Blick

Familienerholungsstätten: Zuschuss für Urlaub mit Pflegebett

Derzeit ist Urlaub leider nicht denkbar, denn die Corona-Pandemie hat uns alle im Griff. Erst nach deren Abklingen werden wieder Reisen möglich sein. Auch dann gilt: Wenn ein pflegebedürftiger Mensch auf Hilfe angewiesen ist kommt die Erholung oft zu kurz. Denn barrierefreie Unterkünfte sind rar und falls zusätzlich noch personelle Pflege und Hilfsmittel organisiert werden müssen wird es oft kompliziert. Allein die Organisation eines Pflegebettes ist bei den meisten klassischen Hotels ein fast unlösbares Problem.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung wirbt mit ihrer Broschüre „Urlaub mit der Familie“ für ein Netz aus 30 Familienerholungsstätten mit barrierefreien Zimmern in den touristischen Top-Regionen Deutschlands. Oft sind die Zimmer sogar mit einem Pflegebett ausgestattet und ein Pflegedienst vor Ort kommt ins Haus.

Bezüglich der Finanzierung stelle ich drei Punkte genauer vor:

  • Einige Bundesländer geben auf Antrag einen kleinen Zuschuß für einen Urlaub in einer Familienerholungsstätte. Dafür gibt es bestimmte Vorausetzungen.
  • Auch die Stiftung Dr. med. Heide Paul-Toebelmann Stiftung kann auf Antrag eine Erholungsmaßnahme für pflegende Angehörige bezuschussen.
  • Der Pflegedienst kann auch im Urlaub unter bestimmten Voraussetzungen über die Verhinderungspflege mit finanziert werden, wenn der pflegende Angehörige z.B. stundenweise eigene Unternehmungen machen möchte (siehe dazu diesen Beitrag zum Thema Verhinderungspflege und stundenweise Verhinderung der Pflegeperson).

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Treppensteiger ist ein Pflegehilfsmittel für Rollstuhlfahrer

Mobile Treppensteiger kommen zur Überwindung von Treppen in den Einsatz, wenn ein Aufzug oder ein Treppenlift fehlt. Sie gehören in den Leistungsbereich der Pflegekasse und können von Pflegebedürftigen als Pflegehilfsmittel beantragt werden. Zumindest für Rollstuhlfahrer, für die eine Treppensteighilfe eine selbstständigere Lebensführung ermöglicht. Das hat das Bundessozialgericht mit einem Urteil vom 16. Juli 2014 entschieden (B 3 KR 1/14 R, 16.07.2014). Treppensteiger ist ein Pflegehilfsmittel für Rollstuhlfahrer weiterlesen

Entlastungsbetrag: 125 € für Haushaltshilfe ab Pflegegrad 1

Mit dem Pflegestärkungsgesetz wurde schon 2017 der sogenannte Entlastungsbetrag auf monatlich 125 € festgesetzt. Voraussetzung für die Inanspruchnahme ist mindestens der Pflegegrad 1.

Mit dem Entlastungsbetrag kann eine Haushaltshilfe aber auch Dienstleistungen wie z.B. Besorgungen, Vorlesen oder Spazierengehen im Wert von 125 € im Monat finanziert werden. Bis 30. September 2020 gilt eine Corona-Sonderregelung, die für den Pflegegrad 1 auch die Kostenerstattung von Nachbarschaftshilfe ermöglicht (siehe unten). Der Entlastungsbetrag ist eine Sachleistung. Für die Abrechung einer Haushaltshilfe mit der Pflegekasse gibt es folgende zwei Möglichkeiten. Entlastungsbetrag: 125 € für Haushaltshilfe ab Pflegegrad 1 weiterlesen

Einweghandschuhe

60€ für Pflegehilfsmittel aufgrund der Corona-Pandemie

Pflegehilfsmittel können bei ambulanter Pflege ab Pflegegrad 1 von der Pflegekasse bereitgestellt werden. Voraussetzung ist, dass die Pflegehilfsmittel zur Erleichterung der Pflege oder zur Linderung der Beschwerden des Pflegebedürftigen beitragen oder ihm eine selbstständige Lebensführung ermöglichen (z.B. Hausnotruf).

Pflegehilfsmittel sollen die Versorgung zu Hause erleichtern und werden in zwei Kategorien eingeteilt:

  • Verbrauchsprodukte (z. B. Desinfektionsmittel, Einmalhandschuhe, saugende Bettschutzeinlagen etc.)
  • Technische Hilfsmittel (z.B. Pflegebetten, Rollstühle, Hebegeräte, Lagerungskissen, Hausnotruf usw.).

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Corona Pandemie bringt telefonische Begutachtungen und weitere Änderungen

Diese Woche hat mir eine an MS erkrankte Frau berichtet, dass die angekündigte MDK-Untersuchung zur Einstufung des Pflegegrades telefonisch durchgeführt wurde. Einen Tag zuvor hat mich jemand anderes informiert, dass sein MDK-Termin abgesagt wurde. Ich hielt das zuerst für eine kreative Idee der Pflegekasse und bin dann aber gleich auf die Gesetzesgrundlage gestoßen.

Die neuen Paragrafen im SGB IX gelten seit 28. März 2020 und tragen die Überschrift „Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der pflegerischen Versorgung während der durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 verursachten Pandemie“ (SGB IX, §§ 147 – 152). Die Regelungen sind bis 30. September 2020 befristet und können bei Bedarf verlängert werden.

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Rechtsberatung per Onlineformular zur Pflegeversicherung

Ihnen wurde der dringend notwendige Pflegegrad abgelehnt? Wenn Sie mit einer Entscheidung der Pflegekasse oder einer anderen Behörde nicht einverstanden sind, gibt es die Möglichkeit einen Widerspruch oder eine Klage einzureichen. Zuvor empfiehlt es sich mit fachkundiger Hilfe zu klären, ob das aussichtsreich wäre. Das Internet bietet hierzu die Möglichkeit sich unkompliziert anwaltliche Hilfe zu holen, ohne das Haus zu verlassen. Deswegen arbeiten wir mit dem Portal Advocado zusammen, welches kompetente Rechtsberatung im Bereich des Sozialrechts bietet.

Advocado ermöglicht Ihnen eine direkte Vermittlung Ihrer Anfrage an einen Anwalt. Diese Rechtsberatung empfiehlt sich besonders, wenn Sie der Ansicht sind, dass Ihnen eine Leistung zu Unrecht abgelehnt wurde. Rechtsberatung per Onlineformular zur Pflegeversicherung weiterlesen

Handdesinfektionsmittel aus eigener Produktion

Während der Corona-Krise war es zeitweise für pflegende Angehörige sehr schwer an notwendige Pflegehilfsmittel, insbesondere Desinfektionsmittel für die Handdesinfektion zu kommen. Die WHO hat aufgrund des großen Bedarfs ein Rezept für die Eigenproduktion von Desinfektionsmittel veröffentlicht. Nachzulesen ist das z.B. in der Stuttgarter Zeitung, die das Rezept hier für 1 Liter umgerechnet hat. Alternativ dazu bleibt auch noch der Gang in eine Apotheke, die aus den Substanzen Desinfektionsmittel selbst herstellen kann.

Desinfektionsmittel

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Zuzahlungen Angehöriger für „Hilfe zur Pflege“ enden für Normalverdiener

Nach Zahlen der Bundesregierung bekommen aktuell fast 400.000 alte Menschen finanzielle Hilfe vom Staat, um ihre Pflegekosten bezahlen zu können. Dabei handelt es sich um die Hilfe zur Pflege, welche als Sozialhilfeleistung im SGB XII verankert ist. Bislang wurden Eltern oder erwachsene Kinder an den Pflegekosten ihrer Angehörigen beteiligt.

Das Angehörigen-Entlastungsgesetz regelt, dass Zuzahlungen nur noch ab Bruttoeinkünften von mehr als 100000 Euro pro Jahr geleistet werden müssen. Damit endet für Normalverdiener die Unterhaltsverpflichtung im Pflegefall. Zuzahlungen Angehöriger für „Hilfe zur Pflege“ enden für Normalverdiener weiterlesen