Unterstützung Angehöriger und Pflegeleistungen

Haushaltshilfe bei Erkrankung eines Elternteils mit Kindern bis 13 Jahren

Die Krankenkasse kann bei einer akuten Erkrankung eines Elternteils die Kosten für eine Haushaltshilfe für eine begrenzte Zeit übernehmen. Erste Voraussetzung ist, dass ein Kind im Haushalt lebt, das unter 13 Jahren alt ist. Bei manchen Krankenkassen wie z.B. der AOK liegt die Grenze bei unter 14 Jahren. Wenn es sich um ein behindertes Kind handelt, so spielt das Alter keine Rolle. Die die Haushaltshilfe wird dann von der Krankenkasse unabhängig vom Alter des Kindes übernommen. Zu den Aufgaben der Haushaltshilfe gehören alle anfallenden Haushaltstätigkeiten wie Einkaufen, Kochen, Putzen aber auch Teile der Betreuung des Kindes, wie beispielsweise das Kind zum Kindergarten zu bringen oder gemeinsam zu essen. Haushaltshilfe bei Erkrankung eines Elternteils mit Kindern bis 13 Jahren weiterlesen

Corona Familienauszeit endet am 31.12.2022

Die sogenannte Corona Familienauszeit ist eine bezuschusste Urlaubsmöglichkeit für Familien. Das Programm wurde vom Bundesfamilienministerium geschaffen und wird am 31.12.2022 enden. Die Familienauszeit richtet sich an Familien mit kleinem Einkommen oder Familien, die ein Familienmitglied mit  Behinderung haben. Der Urlaub kann nicht in jeder beliebigen Unterkunft verbracht werden, sondern nur in bestimmten Familienerholungsstätten. Diese sind oftmals barrierefrei und teilweise mit Pflegebetten ausgestattet. Die Familienauszeit ist somit an bestimmte Voraussetzungen gekoppelt.

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Kohlmeise am Futterhaus

Mehr Lebensqualität durch Tierbeobachtung

Dass die Beobachtung von wilden in Deutschland lebenden Tieren den Alltag von pflegebedürftigen Menschen bereichern kann wurde mir vor einigen Jahren bei einem Besuch eines älteren Ehepaares bei ihnen zu Hause das erste Mal bewusst. Das Ehepaar lebte alleine in einem Haus auf dem Land und der Ehemann pflegte seine schwer betroffene und auf einen großen Elektrorollstuhl angewiesene Frau. Im Gespräch erzählte mir der Mann, dass die beiden gerne am Fenster sitzen und dabei den Vögeln zuschauen, die an das Futterhäuschen kommen würden. Beide lächelten bei der Geschichte und freuten sich sichtbar über die Erinnerungen daran. Das Futterhäuschen stand gerade nur wenige Meter entfernt vom Fenster und man hatte wirklich einen guten Blick darauf.

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Treppensteiger ist ein Pflegehilfsmittel für Rollstuhlfahrer

Mobile Treppensteiger kommen zur Überwindung von Treppen in den Einsatz, wenn ein Aufzug oder ein Treppenlift fehlt. Sie gehören in den Leistungsbereich der Pflegekasse und können von Pflegebedürftigen als Pflegehilfsmittel beantragt werden. Zumindest für Rollstuhlfahrer, für die eine Treppensteighilfe eine selbstständigere Lebensführung ermöglicht. Das hat das Bundessozialgericht mit einem Urteil vom 16. Juli 2014 entschieden (B 3 KR 1/14 R, 16.07.2014). Treppensteiger ist ein Pflegehilfsmittel für Rollstuhlfahrer weiterlesen

125 € für Haushaltshilfe ab Pflegegrad 1 mit Entlastungsbetrag

Seit 2017 gibt es mit dem Entlastungsbetrag die Möglichkeit eine Haushaltshilfe mit monatlich 125 € zu finanzieren. Voraussetzung für die Inanspruchnahme ist mindestens der Pflegegrad 1.

Mit dem Entlastungsbetrag kann eine Haushaltshilfe aber auch Dienstleistungen wie z.B. Besorgungen, Vorlesen oder Spazierengehen im Wert von 125 € im Monat finanziert werden. Bis 31. Dezember 2022 gilt eine Corona-Sonderregelung, die für den Pflegegrad 1 auch die Kostenerstattung von Nachbarschaftshilfe ermöglicht (siehe unten). Der Entlastungsbetrag ist eine Sachleistung. Für die Abrechung einer Haushaltshilfe mit der Pflegekasse gibt es folgende zwei Möglichkeiten. 125 € für Haushaltshilfe ab Pflegegrad 1 mit Entlastungsbetrag weiterlesen

Einweghandschuhe

40€ für Pflegehilfsmittel

Pflegehilfsmittel können bei ambulanter Pflege ab Pflegegrad 1 von der Pflegekasse bereitgestellt werden. Voraussetzung ist, dass die Pflegehilfsmittel zur Erleichterung der Pflege oder zur Linderung der Beschwerden des Pflegebedürftigen beitragen oder ihm eine selbstständige Lebensführung ermöglichen (z.B. Hausnotruf).

Pflegehilfsmittel sollen die Versorgung zu Hause erleichtern und werden in zwei Kategorien eingeteilt:

  • Verbrauchsprodukte (z. B. Desinfektionsmittel, Einmalhandschuhe, saugende Bettschutzeinlagen etc.)
  • Technische Hilfsmittel (z.B. Pflegebetten, Rollstühle, Hebegeräte, Lagerungskissen, Hausnotruf usw.).

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Das Foto zeigt eine Sprühflasche mit Desinfektionsmittel.

Handdesinfektionsmittel aus eigener Produktion

Während der Corona-Krise war es zeitweise für pflegende Angehörige sehr schwer an notwendige Pflegehilfsmittel, insbesondere Desinfektionsmittel für die Handdesinfektion zu kommen. Die WHO hat aufgrund des großen Bedarfs ein Rezept für die Eigenproduktion von Desinfektionsmittel veröffentlicht. Nachzulesen ist das z.B. in der Stuttgarter Zeitung, die das Rezept hier für 1 Liter umgerechnet hat. Alternativ dazu bleibt auch noch der Gang in eine Apotheke, die aus den Substanzen Desinfektionsmittel selbst herstellen kann.

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Zuzahlungen Angehöriger für „Hilfe zur Pflege“ enden für Normalverdiener

Nach Zahlen der Bundesregierung bekommen aktuell fast 400.000 alte Menschen finanzielle Hilfe vom Staat, um ihre Pflegekosten bezahlen zu können. Dabei handelt es sich um die Hilfe zur Pflege, welche als Sozialhilfeleistung im SGB XII verankert ist. Bislang wurden Eltern oder erwachsene Kinder an den Pflegekosten ihrer Angehörigen beteiligt.

Das Angehörigen-Entlastungsgesetz regelt, dass Zuzahlungen nur noch ab Bruttoeinkünften von mehr als 100000 Euro pro Jahr geleistet werden müssen. Damit endet für Normalverdiener die Unterhaltsverpflichtung im Pflegefall. Zuzahlungen Angehöriger für „Hilfe zur Pflege“ enden für Normalverdiener weiterlesen

24-Stunden-Betreuung: polnische Haushaltshilfen entlasten Angehörige

Wer sich bereit erklärt einen hilfsbedürftigen Angehörigen zu pflegen übernimmt eine große Verantwortung. Die Pflege kostet nicht nur Zeit, sondern kann einen Menschen sowohl körperlich als auch psychisch an die Grenzen bringen. An diesem Punkt kommt die Frage nach professioneller Unterstützung auf. Immer beliebter wird dabei die sogenannte 24-Stunden-Betreuung. Diese Betreuungsform wird auch als 24-Stunden-Pflege bezeichnet, wobei die Betreuungskräfte genau genommen keine echte Behandlungspflege leisten dürfen. Spritzen setzen, Katheter legen oder Ähnliches sind damit tabu. Dennoch bringt die 24-Stunden-Betreuung einige entscheidende Vorteile für den Betroffenen und die Familie mit sich.

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Pflegestärkungsgesetz: ab 2019 einfachere Krankenfahrten

Krankenfahrten sind ärztlich verordnete Fahrten zu einer ambulanten oder stationären Behandlung. Doch nur bei schweren Beeinträchtigungen der Mobilität  ist eine ärztliche Verordnung der Krankenfahrt möglich. Mit dem Pflegstärkungsgesetz werden Krankenfahrten einfacher. Von der neuen Regelung profitieren Heimbewohner und Pflegebedürftige ab Pflegegrad 3 mit Mobilitätseinschränkungen. Ab 01.01.2019 ist für Krankenfahrten zur ambulanten Behandlung beim Arzt oder Zahnarzt keine Genehmigung der Krankenkasse mehr notwendig.

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