Kurzzeitpflege ab 2022: 1774€ pro Jahr

Mit Hilfe der Kurzzeitpflege steht ab 2022 für die Pflegegrade 2-5 pro Jahr ein Betrag von 1774€ (bis 2021: 1612€) zur Verfügung, mit dem für maximal 8 Wochen eine vollstationäre Pflege in einem Pflegeheim finanziert werden kann. Die Kurzzeitpflege kann damit eine absehbare Lücke in der häuslichen Pflege überbrücken oder im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt erfolgen, wenn beispielsweise die häusliche Pflege aufgrund eines vorübergehenden höheren Pflegebedarfs noch nicht ausreichend wäre.

Während der Kurzzeitpflege wird für bis zu acht Wochen je Kalenderjahr die Hälfte des bisher bezogenen Pflegegeldes weitergezahlt. Die Leistung für die Kurzzeitpflege wird 2022 um 10 Prozent auf dann 1774 € erhöht.


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Kurzzeitpflege in stationärer Einrichtung, Sachleistung pro Jahr ab 2022

Pflegegrad12345
jährlich1774177417741774

Verrechnung mit Verhinderungspflege und Entlastungsbetrag

Die Kurzzeitpflege kann bei vorleigendem Pflegegrad 2-5 mit dem maximalen Budget der Verhinderungspflege verrechnet werden. Damit stehen ab 2022 dann zusätzliche 1612€, also maximal 3386€ (bis 2021: 3224€) zur Verfügung.

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Ab Pflegegrad 1 kann auch der Entlastungsbetrag in Höhe von monatlich 125€ für die Verhinderungspflege verwendet werden. Das geht auch rückwirkend mit noch nicht in Anspruch genommenen Entlastungsbeträgen. Darüber habe ich zum Thema Entlastungsbetrag und Haushaltshilfe schon berichtet.


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Ohne Pflegegrad und bei Pflegegrad 1: Kurzzeitpflege im Rahmen der Übergangspflege

Seit 2016 existiert diese Form der Kurzzeitpflege auch als Leistung der Krankenkasse. Für den Fall, dass nach einem Krankenhausaufenthalt eine ambulante Versorgung Zuhause nicht ausreichend ist, besteht so ein Anspruch auf eine stationäre Kurzzeitpflege. Dafür stellt die Krankenkasse im Rahmen der sogenannten „Kurzzeitpflege bei fehlender Pflegebedürftigkeit“ einen jährlichen Betrag von bis zu 1612€ zur Verfügung, siehe dazu auch diesen Beitrag zum Thema Übergangspflege.

Über Jochen Radau

Als Sozialpädagoge befasse ich mich bereits seit dem Jahr 2004 durch meine Tätigkeit in einer MS-Beratungsstelle für Angehörige und MS-Betroffene auch mit Fragen rund um die Pflegeversicherung und die Pflegeeinstufung. Auf pflegegeld-info.de habe ich die wichtigsten Fakten zur Pflegeversicherung zum Nachlesen zusammengefasst.