10 Tage Pflegeunterstützungsgeld bei Arbeitsverhinderung

Tritt bei einem Mitglied der Familie eine plötzliche Pflegebedürftigkeit auf, so muss in der Regel einiges organisiert werden. Kann die Pflege nicht selbst geleistet werden, so muss ein ambulanter Pflegedienst gefunden werden oder ein Platz in einer Pflegeeinrichtung.


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Um Arbeitnehmern (auch bei Minijobs) die dafür notwendige Zeit zu verschaffen wurde die gesetzliche Pflegezeit eingeführt, wir haben darüber bereits in einem Beitrag zur Pflegezeit berichtet. Mit dem Pflegeunterstützungsgeld übernimmt die gesetzliche Pflegekasse bis zu 10 Tage lang bis zu 90% des Nettoarbeitsentgeltes.

Das gilt für Arbeitnehmer, die sich um folgende nahe Angehörige kümmern:

  • Großeltern, Eltern und Schwiegereltern,
  • Lebenspartner und Partner einer eheähnlichen Gemeinschaft,
  • Kinder, Adoptiv- und Pflegekinder sowie
  • Schwiegerkinder und Enkelkinder.

Als Pflegeunterstützungsgeld zahlt die gesetzliche Pflegeversicherung

90 Prozent des ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts oder
100 Prozent des ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts, wenn in den letzten zwölf Kalendermonaten vor der Freistellung eine beitragspflichtige Einmalzahlung gezahlt wurde.

Das Pflegeunterstützungsgeld darf das Höchstkrankengeld von 103,25 Euro (Stand 2018) nicht überschreiten.

Zusätzlich werden Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge eingezahlt. Zuständig ist die Pflegekasse des Pflegebedürftigen.

Quelle: AOK


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