Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen

Im Rahmen der wohnumfeldverbessernden Maßnahmen bezuschusst die Pflegekasse Umbaumaßnahmen wie z.B. einzelne behindertengerechte Umbauten im Badezimmer oder den Einbau eines Treppenlifters mit einem Zuschuss bis zu 4000 €. Voraussetzung dafür ist mindestens der Pflegegrad 1. Für die geplante Maßnahme ist ein Kostenvoranschlag notwendig, der zusammen mit dem Antrag bei der Pflegekasse eingereicht werden muß.


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Zusätzlich muss eine Sozialstation die Umbaumaßnahme  befürworten. Dazu bestätigt sie die Notwendigkeit der Maßnahme auf der sogenannten Notwendigkeitsbescheinigung, einem Vordruck der Pflegekasse. Bei einer erheblichen Pflegebedürftigkeit reagieren die Pflegekassen mit den Bewilligungen schnell und unkompliziert mit einer Zusage, wenn sich durch den Umbau eine Verbesserung der Pflegebedürftigkeit ergibt. Bei Pflegegrad 1 ist dies jedoch nicht immer so. Beispielsweise kann ein Plattformlift oder ein komplett barrierefreier Badumbau von der Pflegekasse abgelehnt werden, wenn der Pflegebedürftige mit dem Gehen nur wenig Probleme hat. „Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen“ weiterlesen


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Pflegeleistungen 2017/2018

Alle Infos zu Pflegeleistungen der Pflegekassen nach dem II. und III. Pflegestärkungsgesetz, gültig ab dem 01. Januar 2017. Auch 2018 bleibt das Pflegegeld gleich, eine Erhöhung ist nicht geplant. Bayern hat 2018 ein steuerfinanziertes Landespflegegeld eingeführt, mehr zu allen Leistungen finden Sie auf diesen Seiten.

1. Pflegegeld zuhause und im Heim

Pflegegeld bei häuslicher Pflege durch eine Privatperson
Pflegegrad12345
monatlich-316 €545 €728 €901 €
Pflegesachleistung bei Pflege durch eine Sozialstation
Pflegegrad12345
monatlich-689€1298 €1612 €1995 €

Pflegesachleistung bei stationärer Pflege im Heim
Pflegegrad12345
monatlich125 €770€1262 €1775 €2005 €
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Pflegehilfsmittel von der Pflegekasse

Pflegehilfsmittel können bei ambulanter Pflege ab Pflegegrad 1 von der Pflegekasse bereitgestellt werden. Voraussetzung ist, dass die Pflegehilfsmittel zur Erleichterung der Pflege oder zur Linderung der Beschwerden des Pflegebedürftigen beitragen oder ihm eine selbstständige Lebensführung ermöglichen (z.B. Hausnotruf).

Pflegehilfsmittel sollen die Versorgung zu Hause erleichtern und werden in zwei Kategorien eingeteilt:

  • Verbrauchsprodukte (z. B. Desinfektionsmittel, Einmalhandschuhe, saugende Bettschutzeinlagen etc.)
  • Technische Hilfsmittel (z.B. Pflegebetten, Rollstühle, Hebegeräte, Lagerungskissen, Hausnotruf usw.).

„Pflegehilfsmittel von der Pflegekasse“ weiterlesen

Pflegegrade: Begutachtung und Pflegetagebuch

Um Leistungen wie zum Beispiel Pflegegeld von der Pflegekasse zu erhalten muss eine Pflegebedürftigkeit festgestellt sein. Diese Begutachtung kann nur nach einer Antragstellung bei der Pflegekasse erfolgen.

Die Pflegeversicherung hat 2017 fünf Pflegegrade eingeführt, welche die bisherigen Pflegestufen ersetzen.

Die neue Begutachtung (NBA) der Pflegebedürftigkeit und die daraus folgende Berechnung der Pflegegrade sind umfangreich. Vor einer anstehenden Begutachtung sollte man sich intensiv darauf vorbereiten. Dazu kann ein Pflegetagebuch dienen, auf welches wir unten im Beitrag verweisen. Außerdem sollte bei der Begutachtung ein Angehöriger mit dabei sein. „Pflegegrade: Begutachtung und Pflegetagebuch“ weiterlesen

Entlastungsbetrag: 125 € für Haushaltshilfe

Mit dem Pflegestärkungsgesetz wurde 2017 der sogenannte Entlastungsbetrag auf monatlich 125 € festgesetzt. Voraussetzung für die Inanspruchnahme ist mindestens der Pflegegrad 1.

Mit dem Entlastungsbetrag kann eine Haushaltshilfe aber auch Dienstleistungen wie z.B. Besorgungen, Vorlesen oder Spazierengehen im Wert von 125 € im Monat finanziert werden. Der Entlastungsbetrag gilt als eine Sachleistung, für die Abrechung gibt es zwei Möglichkeiten. „Entlastungsbetrag: 125 € für Haushaltshilfe“ weiterlesen

Verhinderungspflege

Die Verhinderungspflege soll pflegender Angehörige stunden- oder tageweise (z.B. für private Anlässe oder Urlaub) entlasten oder im  Krankheitsfall der Pflegeperson eine Ersatzpflege finanzieren. Die Verhinderungspflege kann mit bis zu 1612 € im Jahr die häusliche oder stationäre Pflege durch eine weitere Person oder einen Pflegedienst bezuschussen. Der Betrag von 1612 € ist als ein jährlich zur Verfügung stehendes Budget zu verstehen.

Verhinderungspflege = Häusliche Pflege bei Verhinderung der Pflegeperson

Die Verhinderungspflege ist bei der Pflegekasse als „Häusliche Pflege bei Verhinderung der Pflegeperson“ zu beantragen. Neben einem Stundensatz können auch Fahrtkosten im Rahmen der Verhinderungspflege abgerechnet werden. „Verhinderungspflege“ weiterlesen